{limage}blecha_3.jpg{/limage}

14. Juni 2010

Brauchen Anreize und Modelle für längeren Verbleib im Erwerbsleben - Strikt gegen Einfrieren der Pensionen

PVÖ-Präsident Karl Blecha stellte heute, Montag, im Zuge der aktuellen Pensionsdebatte klar, dass er strikt gegen eine Anhebung des Pensionsantrittsalters sei, da "es geradezu verrückt ist, über eine Anhebung zu diskutieren, wenn 50-Jährige, die ihre Arbeit verlieren, keinen neuen Job finden". Eine Anhebung wäre nichts anderes als eine "Pensionskürzungsaktion", vielmehr sei es sinnvoll, Anreize und Modelle für ein längeres Verbleiben im Erwerbsleben, für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, zu schaffen.

Blecha betonte, dass man Firmen Anreize geben müsse, das Potential älterer Arbeitnehmer zu nutzen. Hier verwies der PVÖ-Präsident auf die Vorbildfunktion skandinavischer Länder, in denen ca. 70 Prozent der über 55-Jährigen, in der Schweiz sind es 71 Prozent, noch im Erwerbsleben stehen würden, wobei es in Österreich nur knapp 40 Prozent seien. "Hier gilt es, den Hebel anzusetzen, um das tatsächliche Pensionsalter an das Regelpensionsalter anzunähern", so der PVÖ-Präsident.

Die heute veröffentlichten Aussagen einzelner Experten aus dem OECD-Bereich wolle Blecha nicht überbewerten. Erst im Vorjahr gab es falsche Zahlen. "Die Korrektur der OECD-Studie zeigte dann, dass Österreichs Pensionssystem das zweitsicherste in Europa ist", betonte PVÖ-Präsident Karl Blecha.

Laut Blecha brauche es noch heuer Reformen der Schwerarbeiter- und Invaliditätspension. Hier habe er, so Blecha, "vollstes Vertrauen in Sozialminister Rudolf Hundstorfer", der bereits einen "sehr guten Vorschlag" zur Neuregelung der Invaliditätspension vorgelegt habe. In der Frage der Hacklerregelung sprach sich Blecha für eine "vernünftige, sozial verträgliche Lösung" für die Zeit nach 2013 aus. Trotz der momentanen Finanz- und Wirtschaftskrise seien die Pensionen
in Österreich gesichert, so Blecha, der sich erneut deutlich gegen
ein Einfrieren der Pensionen aussprach, da dies "alle
konjunkturbelebenden Maßnahmen gewaltig schwächen" würde.
zur Übersicht

Back to top

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr über Cookies und über den Schutz Ihrer Daten beim Besuch dieser Webseite erfahren Sie, wenn Sie auf "Datenschutzerklärung" klicken.
Datenschutzerklärung Ok